Aktuelle Strassenprojekte

Sichere Strassen kosten Geld, unsichere Strassen kosten Leben

Rund 160 Millionen Franken investiert der Kanton Zürich jährlich in die Projektierung, den Bau, Unterhalt und Betrieb der Kantonsstrassen und kantonalen Autobahnen.

Vollsperrungen, Teilsperrungen, Lichtsignale: Auf den rund 1330 km Zürcher Kantonsstrassen betreibt das Tiefbauamt jährlich über 100 grössere Baustellen, die mit Verkehrseinschränkungen verbunden sind.

Diese Baustellen haben aber einen guten Grund: Obwohl jedes Todesopfer eines zu viel ist, widerspiegelten sich die Investitionen in sichere Strassen in der Statistik der Kantonspolizei. Gab es 1971 im Kanton Zürich bei Verkehrsunfällen noch 260 Todesopfer, so waren es 2013 noch deren 34.

Baudirektor Markus Kägi führt diesen Rückgang auf verschiedene Faktoren zurück: «Die Autos sind sicherer geworden, die Polizei kontrolliert mehr als früher und nicht zuletzt sind auch unsere Strassen sicherer geworden. Fakt ist aber auch: Sichere Strassen kosten Geld, unsichere Strassen kosten Leben.» Martin Pola, seit 1. März 2014 Strasseninspektor beim kantonalen Tiefbauamt, ergänzt jedoch unmissverständlich: «Wir können eine noch so sichere Infrastruktur bauen und unterhalten, die Verantwortung ist und bleibt beim Verkehrsteilnehmenden.»

Das Engagement der 460 Mitarbeitenden des kantonalen Tiefbauamts für sichere Kantonsstrassen umfasst verschiedenste Bereiche und erfolgt in enger Zusammenarbeit mit den Fachleuten der Kantonspolizei und des Amts für Verkehr:

  • Entschärfung von Unfallschwerpunkten durch bauliche Massnahmen
  • Ersatz von jährlich 50 – 70 km Belag auf den Fahrbahnen, Velowegen und Trottoirs
  • Überprüfung und Optimierung der 2230 Fussgängerstreifen
  • Bau von Velowegen
  • Schwarzräumung im Winter auf den 1330 km Zürcher Kantonsstrassen und 320 km Autobahnen
  • Unterfahrschütze für Leitschranken zum
    Schutz der Motorradfahrer
  • Sicherheitsholzschläge
  • Regelmässige Überprüfung der Kunstbauten (Brücken, Unterführungen etc.)