Neue Wege, sich zu bewegen

Eco-Drive - eine lärmmässige Verkehrshalbierung

Lärmbekämpfung setzt am wirkungsvollsten dort an, wo der Lärm entsteht.

Im Strassenverkehr beispielsweise kann mit einem vorausschauenden, niedertourigen Fahrstil der Lärmpegel um gut drei Dezibel gesenkt werden.

Für eine vergleichbare Wirkung müsste die Verkehrsmenge um rund die Hälfte reduziert werden.

Niedertouriges Autofahren schont die Nerven aller. Sie sind gleich schnell am Ziel, verursachen weniger Lärm und sparen erst noch jede siebte Tankfüllung. Was will man mehr?

Lärmarm I: Lenkerin und Lenker

  • Starten Sie den Motor, ohne Gas zu geben.
  • Schalten Sie zügig hoch, spätestens bei 2500 Touren, und bis in die höchsten Gänge - auch innerorts.
  • Fahren Sie vorausschauend und nutzen Sie den Fahrschwung.
  • Vermeiden Sie brüske Brems- oder Beschleunigungsmanöver.
  • Verlangsamen Sie nicht mit Zurückschalten, sondern durch Bremsen.

Lärmarm II: Fahrzeug und Technik

  • Heutige Motoren sind sehr elastisch und bringen ihre Leistung auch bei Tourenzahlen von 1500 bis 2000 U/min.
  • Automatikgetriebe schalten niedertourig und lassen ruhiger fahren.
  • Fragen Sie beim Kauf neuer Reifen nach den Lärmemissionen.
  • Kontrolieren Sie regelmässig den Reifendruck.
  • Achten Sie auf einen einwandfreien Auspuff.

Ein wenig Akustik des Automobils

Abbildung einer Grafik zum Thema Motor und Reifen Lärm

Der Lärm, den ein Motorfahrzeug verursacht, stammt vom Motor selbst, von den Aggregaten, vom Auspuff und von den Reifen. Bei ca. 40 Stundenkilometer ist das Geräusch von Motor und Auspuffanlage gleich laut wie das Rollgeräusch.

Werden zwei gleichlaute Schallquellen addiert, so erhöht sich der Pegel um drei Dezibel.


Über die Zusammenhänge von Gewicht und akustischer Energie, die Möglichkeiten lärmarmer Pneus und die Vorteile von Automatikgetrieben gibt ein Beitrag der Publikation "Lärm" des Cercle Bruit Auskunft.

Geräuschanteile bei Personenwagen

Abbildung eines Diagrammes

Bei einem Personenwagen dominiert bei Innerortsgeschwindigkeiten das Motorengeräusch. Bei Geschwindigkeit von mehr als 40 km/h, ist das Rollgeräusch stärker.

Bezüglich Lärmemissionen ist der niedertourige Fahrstil im Innerortsbereich und bei Anfahrsituationen besonders wirksam.

(Grafik: EMPA)

Geräuschanteile bei Lastwagen

Ein Lastwagen ist in etwa gleich laut wie zehn Personenwagen.

Der Punkt, bei dem das Antriebsgeräusch gleichviel Schall emittiert wie das Abrollgeräusch der Reifen liegt bei rund 60 km/h.

Eine niedertourige Fahrweise bringt bei den Brummis im ganzen Innerortsbereich erhebliche Lärmreduktionen.

(Grafik: EMPA)

Motorgeräuschpegel in Abhängigkeit von der Drehzahl

(Vgl. Grafik unten; Vorbeifahrt im Abstand von 7.5 m)

Das Antriebsgeräuschs hängt nur von der Motordrehzahl und der Motorbelastung ab. Die Geschwindigkeit spielt keine Rolle.

Abbildung eines Diagrammes

Die grüne Gerade zeigt den Pegel, der erreicht wird, wenn im stehenden Fahrzeug mit dem Gaspedal "gespielt" wird. Die rote Gerade stellt die obere Grenze dar, wenn z. B. am Berg mit durchgedrücktem Gaspedal die volle Motorenleistung erbracht werden muss.

Im Alltag wird die Motorenbelastung im grauen Bereich liegen. Wer niedertourig fährt und jeweils bei rund 2500 Umdrehungen/Minute schaltet, der wird nie mehr als 80 Dezibel Lärm produzieren.

Die obige Grafik basiert auf einem Bericht der EMPA zum neuen Strassenlärmmodell.