Neue Wege, sich zu bewegen

Ohren auf beim Autokauf

Nicht jedes Motorfahrzeug ist gleich laut. Obwohl die Typenprüfungen immer strenger werden, variieren die Lärmwerte der einzelnen Automobile um mehrere Dezibel.

Neue Kriterien für das neue Auto

Sind Autokäuferinnen und Autokäufer für die Anliegen des Lärmschutzes sensibilisiert, so achten sie beim Kauf eines Autos nicht nur auf Leistung, Hubraum und Maximalgeschwindigkeit, sondern ebenso auf das Eigengewicht, den Motorisierungsgrad (Verhältnis zwischen Motorenleistung und Gewicht des Fahrzeugs) und den Kraftstoffverbrauch.

Ein Bild von einem Auto (Ford Mustang).
Wer nicht träumt, setzt sich beim Fahrzeugkauf auch über Themen wie Kraftstoffverbrauch und Umweltbelastung ins Bild.

Schwerverkehr dient auch mit weniger Dröhnen

Ein Lastwagen ist so laut wie 10 bis 15 Personenwagen. Mit technischen Massnahmen am Motor und geeigneter Bereifung lassen sich die Emissionen von Lastwagen gegenüber dem heutigen Stand noch um mindestens 5 Dezibel vermindern.
Die Wahl desTransportmittels bestimmt den Lärmausstoss mit: Verlagerung des Gütertransports von der Strasse auf die Schiene heisst hier das Stichwort.

Leise Reifen haften auch für weniger Krach

Ab rund 50 km/h werden die Reifen- und Fahrbahngeräusche der Personenwagen - vor dem Motorenlärm - zur dominanten Lärmquelle.

Mit speziellen Kautschuksorten und aufbereitetem Silizium als Gummizumischung kann der Lärmpegel reduziert werden.
Bei der Geometrie des Reifenprofils gilt: je feiner das Reifenprofil, desto kleiner die Lärmemission. Da aber durch kleinere Profile die Aquaplaning-Gefahr zunimmt, ist ein Kompromiss unumgänglich.

Grundsätzlich sind schmale Reifen leiser als breite. Im Extremfall erzeugt ein lauter Pneu gleich viel Lärm wie sechs leise Reifen gleicher Breite.

 

Ein Pneu für weniger Lärm (Hankook Optimo 4S).
Verschiedene Hersteller bieten Reifen an, bei denen weder der Lärmschutz unter die Räder kommt, noch die Sicherheit auf der Strecke bleibt.

Leise Reifen können ausserdem Treibstoff sparen.

Die im EU-Raum obligatorische Reifenetikette ist im Schweizer Pneuhandel ebenfalls präsent. Sie gibt Werte an für:

  • Rollwiderstand
  • Nasshaftung
  • Rollgeräusche

Sie vermittelt damit wichtige Informationen zu:

  • Treibstoffverbrauch
  • Sicherheit
  • Lärmbelästigung

Damit ermöglicht sie - ähnlich wie die Energieetikette für Elektrohaushaltgeräte - Produkte zu vergleichen. Sie hilft einer anspruchsvollen Käuferschaft, die besten Reifen zu finden.

 

 




Die Reifenetikette. Schallwellen stellen den Lärm dar (unten, links). Er wird zusätzlich in Dezibel (dB) angegeben (unten, rechts).

Reifen unterscheiden sich punkto Krach um bis zu 10 dB, entsprechend einer 'gehörten' Verdoppelung oder Halbierung!

Mit der Kampagne «Bessere Reifen» machen die Bundesämter für Strassen (ASTRA), für Energie (BFE) und für Umwelt (BAFU) in Partnerschaft mit den wichtigsten Branchenorganisationen den Reifen zum (Wahl-)Thema.

Wer wissen will, welcher Reifen wenig Lärm verursacht und dabei erst noch sicher und energieeffizient ist, findet eine Übersicht in der 'Reifenliste'. Die Liste wird in Zusammenarbeit mit dem TCS regelmässig aktualisiert.