Bahnlärm

Umweltschutz integriert

Lärmschutzwände sind eigentliche Umweltschutzmassnahmen. Trotzdem können Lärmschutzbauten selbst auch Ursache sein für negative Auswirkungen auf die Umwelt.

Ortsbild und Landschaft

Der Bau von Lärmschutzwänden stellt immer einen Eingriff in das Ortsbild dar. Die Beeinträchtigung des Ortsbildes soll laut SBB mit der Beschränkung der Wandhöhe auf allgemein 2 Meter über Schienenoberkante bzw. Terrain in akzeptablem Rahmen gehalten werden, die Sichtverbindungen nur stellenweise gestört werden. Auch die abschnittweise Erhöhung von Wänden auf eine Höhe von 4 Meter soll laut SBB in der Regel keine unverhältnismässige Beeinträchtigung des Ortsbildes darstellen.

Fauna und Flora

Lärmschutzwände kommen naturgemäss kaum in Gebiete mit besonderen Schutzbestimmungen oder in Areale von besonderer ökologischer Bedeutung zu liegen. Und im Siedlungsbereich sind normalerweise keine grösseren Wildwechsel vorhanden. Allfällig vorkommende Kleintierwechsel werden durch lange Lärmschutzwände höchstens leicht behindert.

Baulärm

Der Bauverkehrslärm durch zusätzlichen Lastwagenverkehr auf betroffenen Zufahrtsstrassen ist temporär und führt kaum zu relevanten Mehrbelastungen, da verhältnismässig wenig Materialtransporte notwendig sind und diese wenn möglich per Schiene erfolgen. Während der Bauarbeiten sind vorübergehend lärmintensivere Aktivitäten, die zu vermehrten Lärmimmissionen in unmittelbarer Gleisnähe führen, nicht ganz auszuschliessen. Massgebende Erschütterungen kommen in der Regel bei der Erstellung von Lärmschutzwänden nicht vor.
In den Ausschreibungsunterlagen der SBB werden allgemeine Vorgaben zur Baulärmvorsorge und den Lärmgrenzwerten der Baumaschinen festgelegt. Zudem werden die betroffenen Anwohner und Behörden rechtzeitig über den Ablauf und die Lärmintensität der Bauarbeiten informiert.

Weitere Umweltbereiche sind bei der Erstellung von Lärmschutzwänden nicht tangiert.