Schiesslärm

Berechnungswerkzeug Pegelkorrektur

Mit betrieblichen Massnahmen wie der Änderung der Betriebszeiten kann die Störwirkung von Schiessanlagen reduziert werden. Das Motto lautet: Werktags stört es weniger! Die Massnahmen beeinflussen den K-Wert und verringern damit den für die Grenzwertbetrachtung ziviler Schiessanlagen massgeblichen Beurteilungspegel.

Grundlage für die Berechnung bildet das jährliche Schiessprogramm der letzten drei Jahre. Das Schiessen mit Kleinkalibermunition ist nicht zu erfassen.

Wie wird die Pegelkorrektur K berechnet?

Mit dem vorliegenden Werkzeug kann nur die Korrektur, nicht aber der Beurteilungspegel Lr berechnet werden, da zu diesem Zweck der Einzelschusspegel L gemessen werden muss (Beurteilungspegel Lr = L + K).
Für die Pegelkorrektur K gilt: Je geringer die Anzahl der Schiesshalbtage ist (Sonntagsschiessen zählen dreifach!) und je weniger Munition verschossen wird, desto tiefer wird der Beurteilungspegel.
K ist deshalb in der Regel ein negativer Wert.

K = 10 x log₁₀ (Dw + 3 x Ds) + 3 x log₁₀ M - 44

Dw = Anzahl jährlicher Schiesshalbtage an Werktagen
Ds = Anzahl jährlicher Schiesshalbtage an Sonntagen
>> zwei Anlässe von 2 Stunden oder weniger ergeben einen Schiesshalbtag.
M = Anzahl jährlicher Schüsse

Wie wird die Auslastung der Schiessanlage berechnet?
Eine theoretische Auslastung von 100 Prozent bedeutet, dass im Durchschnitt auf jede Scheibe einmal pro Minute geschossen wird.

Auslastung in % = (100 x M) / (240 x S x (Dw + Ds))

S = Anzahl Scheiben
M, Dw und Ds siehe oben

(Die mathematische Schreibweise ist nicht ganz korrekt, dafür allgemein verständlicher: x = multiplizeren; / = dividieren; log₁₀ = Logarithmus mit der Basis 10, oft auch als lg bezeichnet, exp = Exponentialfunktion mit der Basis e)