Strassenlärm

A51 Bülach

Abbildung eines Planausschnittes

Auf dem Abschnitt Kloten Süd (Kilometer 4.1) bis Autobahnende Bülach Nord ist der Kanton Zürich Anlagehalter (Eigentümer).
Südlich von Kilometer 4.1 ist der Bund Anlagehalter und somit - bei Überschreitungen der Grenzwerte - für die Lärmsanierung zuständig.

Vorstudie zur Machbarkeit von baulichen Lärmschutzmassnahmen A 51 Bülach

In der Vorstudie Bülach wurden – unter Miteinbezug der zuständigen Stadtbehörden – folgende Strassenzüge entlang der K10 als mögliche Standorte für bauliche Lärmschutzmassnahmen beurteilt:

  • Abschnitt 14: Seeweren–Hochfelderstrasse / Furtrain (bestehende Lärmschutzwand prüfen)
  • Abschnitt 25: Bahnüberführung–Gringglen (Lärmschutzwand möglich)
  • Abschnitt 26: Oberholz (Lärmschutzwand bedingt möglich)

An diesen 3 Abschnitten wurden bauliche Massnahmen nach den Kriterien Wirksamkeit, Wirtschaftlichkeit, Konflikte mit der Verkehrssicherheit und der Erschliessung, technische Machbarkeit, Auswirkungen auf das Ortsbild, Landschaftseingriff und Wohnqualität untersucht.
Gemäss den Vorstudien «Beurteilung Machbarkeit» der weiteren betroffenen Gemeinden an der Hochleistungsstrasse A51 (Kloten, Winkel, Bachenbülach, Glattfelden, Weiach) wurden keine weiteren Abschnitte als mögliche Standorte für bauliche Lärmschutzmassnahmen ausgeschieden.

Akustisches Projekt Lärmschutzwände A51

Abbildung eines Kartenausschnittes

Abschnitt 14: Seeweren–Hochfelderstrasse / Furtrain

Im akustischen Projekt wurden mehrere Erweiterungsvarianten geprüft, welche sich aus akustischer Sicht als etwa gleichwertig wie die bestehende Wand erwiesen. Die bauliche Zustandsbeurteilung (statische Überprüfung) kam zum Schluss, dass ein Teil der Wände die heutigen Anforderungen der Tragsicherheit nicht mehr erfüllt und dass die Wände bei allfälligen baulichen Massnahmen in diesem Abschnitt zu ersetzen sind.
In erster Linieist der Ersatz der Lärmschutzwände südlich und nördlich der Überführung Hochfelderstrasse vorgesehen (Gesamtlänge ca. 490 Meter, Kosten etwa CHF 4.5 Mio.). Eine allfällige Verlängerung nach Süden und nach Norden ist in einer weiteren Untersuchung zu prüfen.

Abbildung eines Kartenausschnittes

Abschnitt 25 Bahnüberführung–Gringglen

Im akustischen Projekt wurden mehrere Varianten von Lärmschutzmassnahmen geprüft, die sich als technisch machbar und wirtschaftlich erweisen. In Absprache mit dem Bauamt der Stadt Bülach werden mehrere Lärmschutzwände mit einer Gesamtlänge von 640 m zur Realisierung vorgeschlagen. Im Südteil (Kasernenstrasse–Gringglen) werden die Wände maximal ca. 4.0 m hoch, was auch aus Sicht der Stadt Bülach vertretbar ist (Ortsbild). Im Nordteil (Bahnüberführung–Kasernenstrasse) werden die Lärmschutzwände auf die bestehenden Stützmauern aufgesetzt. Der Kostenvoranschlag der Massnahme beläuft sich auf CHF 3’521’000.

Abbildung eines Kartenausschnittes

Abschnitt 26: Oberholz

Die durchgeführten Berechnungen zeigen, dass sich hier bei Weitem keine wirtschaftlich tragbare Lärmschutzwand erstellen lässt. Es sind keine baulichen Lärmschutz-Massnahmen geplant.

Erleichterungen und Ersatzmassnahme Schallschutzfenster

In Bezug auf die Gebäude mit verbleibenden IGW-Überschreitungen stellt der Strasseneigentümer Antrag auf Erleichterungen im Sinne von Art. 14 Lärmschutzverordnung. Die Planung von Ersatzmassnahmen, d.h. von Schallschutzmassnahmen an den Gebäuden (bzw. eine allfällige Rückerstattung eines Kostenanteils von Schallschutzfenster an die Flughafen Zürich AG) bei Gebäuden mit verbleibenden IGW-Überschreitungen erfolgen erst anschliessend.

Weiteres Vorgehen

Das akustische Projekt Lärmschutzwände wird gemäss §13 Strassengesetz im Verlaufe des Sommers 2011 in der Stadt Bülach öffentlich aufgelegt. Anschliessend wird beim Tiefbauamt – wenn möglich im Rahmen der Massnahmenplanung Instandsetzung K10/K12 und durch die Abteilung Sonderprojekte – ein Bauprojekt für die Lärmschutzwände erstellt. Nach erneuter öffentlicher Auflage wird das Projekt festgesetzt und in 2-3 Jahren ausgeführt.