Strassenlärm

Bundesbeiträge

Massnahmen an der Quelle und auf dem Ausbreitungsweg bei IGW-Überschreitungen sowie der Einbau von Schallschutzfenstern bei AW-Überschreitungen werden von der Gemeinde realisiert und bezahlt. Der Bund richtet Beiträge an die Massnahmen aus, sofern diese die entsprechenden Anforderungen erfüllen. Die vom Bund in Aussicht gestellten Beiträge werden vom Kanton auf der Basis einer Projektabrechnung und der vorgängigen Beitragszusicherung ausbezahlt. Es ist von Vorteil, die FALS frühzeitig über die Arbeiten zu informieren, damit die Bundesbeiträge frühzeitig abgeschätzt und beantragt werden können.

Höhe der Beiträge

An die Sanierung von Fenstern mit einer Lärmbelastung über dem AW bezahlt der Bund Fr. 400.-

Bei einer Belastung an Staatsstrassen zwischen IGW und AW leistet der Kanton freiwillige Beiträge an Schallschutzfenster. Der Einbau hat in diesem Fall durch die Eigentümerschaft zu erfolgen. Der Kanton beteiligt sich bei IGW-Überschreitungen mit Fr. 300.-, bei einer Belastung zwischen AW-5 dB und AW mit Fr. 550.- pro Fenster. Der Bundesbeitrag von gernerell Fr. 200.- pro Fenster ist in diesen Beträgen enthalten, setzt jedoch eine Kostenbeteiligung des Anlagehalters voraus. Aus Gründen der Gleichbehandlung wird den Gemeinden die Übernahme der kantonalen Praxis empfohlen.

Massnahmen und Beiträge

MassnahmeBundesbeitrag
Projektierungskosten (inkl. Aufwendungen zur Ermittlung der Lärmbelastung)15 %*
Lärmarme Beläge (Lärmreduktion mind. 1 dB)32 % der lärmschutzbedingten Kosten, max. 50 % der Gesamtkosten*
Verkehrsberuhigende Massnahmen25 %*
Lärmschutzwände/-dämme25 %*
Schallschutzfenster AW-ÜberschreitungFr. 400.- / Fenster*
Schallschutzfenster IGW-Überschreitung (finanzielle Beteiligung der Gemeinde vorausgesetzt)Fr. 200.- / Fenster

*Quelle: Handbuch Programmvereinbarungen im Umweltbereich, Mitteilung des BAFU als Vollzugsbehörde an Gesuchsteller, BAFU 2011.

Projektprüfung durch die FALS

Die FALS ist für die Zusicherung und Auszahlung der Bundesbeiträge zuständig. Hierfür müssen die Lärmsanierungsprojekte der Gemeinden von der FALS lärmtechnisch geprüft und genehmigt werden.

Die untenstehende Tabelle gibt an, welche Dokumente der FALS zwingend zu unterbreiten sind.

Einzureichende Unterlagen

DokumentForm
LärmbelastungskatasterPDF o. ä.
KostenprognosePDF o. ä.
Lärmsanierungsprojekte (Wand- und Fensterprojekte)PDF o. ä.
Lärmemissionen und Berechnungsgrundlagen von Strassenabschnitten mit IGW-ÜberschreitungenAbleger LärmDB / GIS-Datensatz inkl. Verkehrszahlen
Gebäudeliste mit ErleichterungenAbleger LärmDB *
Oberkante der zur Realisierung oder Rückerstattung vorgesehenen LärmschutzmassnahmenAbleger LärmDB / GIS-Datensatz inkl. Polygonzug und Höhenkoten

*Die FALS empfiehlt, für die Abwicklung der Lärmsanierungsprojekte die LärmDB zu benutzen. In begründeten Ausnahmefällen kann die Gebäudeliste mit den Erleichterungsanträgen auch in Form einer Excel-Tabelle eingereicht werden. Die entsprechende Vorlage ist bei der FALS zu beantragen.

Standbericht BAFU

Für den Standbericht zuhanden des Bundesamts für Umwelt (BAFU) erhebt die FALS jährlich bei den Gemeinden den Projektstand mit Angaben zu Kosten und Terminen wie auch zu bereits realisierten und geplanten Massnahmen. Bundesbeiträge werden vom Kanton auf Basis einer Projektabrechnung und der vorgängigen Beitragszusicherung ausbezahlt. In der Regel erfolgt die Auszahlung nach vollständiger Realisierung der Massnahmen.

Strassenlärmsanierung an Gemeindestrassen: Stand der Arbeiten

Formular zur gemeindeweisen Erhebung des Projektstandes