Baustellen

Grundlagen

Der Umgang mit Baulärm ist heikel. Baulärm ist zeitlich befristet und es treten vielfältige Lärmemissionen auf, die selten stationär sind. Die grosse Komplexität des Baulärms erlaubt keine Anwendung von Grenzwerten.

Foto einer Grossbaustelle mit 5 Baukrane
Auf Grossbaustellen mitten im Siedlungsgebiet gelten sehr hohe Anforderungen an den Lärmschutz.

Umweltschutzgesetz und Lärmschutzverordnung

Der Art. 40 Abs. 3 der Lärmschutzverordnung (LSV) verweist im Falle von fehlenden Belastungsgrenzwerten auf den Art. 15 des Umweltschutzgesetzes (USG). Dort wird postuliert, dass die Bevölkerung durch Lärm- und Erschütterungsimmissionen nicht erheblich gestört werden darf. Gemäss Art. 11 Abs. 2 USG sind unabhängig von der bestehenden Umweltbelastung die Emissionen im Rahmen der Vorsorge so weit zu begrenzen, als dies technisch und betrieblich möglich, sowie wirtschaftlich tragbar ist. Dies gilt grundsätzlich auch für Baulärm.
Der Baulärm wird in Art. 4 bis 6 LSV geregelt. Dabei gilt auch hier der Grundsatz, dass die Lärmemissionen von beweglichen Geräten und Maschinen so weit begrenzt werden müssen, als dies technisch und betrieblich möglich sowie wirtschaftlich tragbar ist und dass die betroffene Bevölkerung in ihrem Wohlbefinden nicht erheblich gestört werden darf.

Baulärm-Richtlinie und Anwendungshilfe

Art. 6 LSV fordert Richtlinien über bauliche und betriebliche Massnahmen zur Begrenzung des Baulärms, welche in der Baulärm-Richtlinie des BAFU konkretisiert sind.

Maschinenlärmverordnung

Die Maschinenlärmverordnung (MaLV) des UVEK fusst auf Art. 5 LSV, der sich mit der Konformitätsbewertung und Kennzeichnung von Maschinen und Geräten befasst.

Verordnung über den Baulärm und Polizeiverordnungen

Im Kanton Zürich existiert zusätzlich zur MaLV und zur Baulärm-Richtlinie die Verordnung über den Baulärm aus dem Jahre 1969.
In den örtlichen Polizeiverordnungen haben viele Gemeinden zusätzliche Bestimmungen formuliert, die den Baulärm betreffen.