Baustellen

Gute Baustellenpraxis

Baulärm ist schwierig zu erfassen. Er ist zeitlich befristet, nicht stationär und es treten vielfältige Lärmemissionen auf. Trotzdem gibt es einfache organisatorische und bauliche Massnahmen, die den Baulärm zwar nicht zum Verschwinden bringen, aber immerhin vermindern können.

Foto eines Baggers auf einer Baustelle in der Stadt
Bei Baustellen mitten im Wohngebiet wie hier am Escher-Wyss-Platz in Zürich ist eine gute Baustellenpraxis besonders wichtig.

Drei Grundsätze der Baulärmbekämpfung

Folgende drei Grundsätze gehören aus der Sicht des Lärmschutzes zu einer guten Baustellenpraxis:

1. Striktes Einhalten der Ruhezeiten

Die Ruhezeiten sind strikt einzuhalten. Das bedeutet, dass nicht schon morgens um 6:50 Uhr mit vorbereitenden Arbeiten begonnen werden kann. Auch diese dürfen erst ab 7:00 Uhr ausgeführt werden. Übertretungen der Ruhezeiten provozieren unnötigerweise Reklamationen.
Die Arbeits- resp. Ruhezeiten sind in den Polizeiverordnungen der Gemeinden festgehalten. In der Regel dauert die Arbeitszeit von 7 bis 12 Uhr und von 13 bis 17 Uhr, ausnahmsweise bis 19 Uhr. Die Arbeitszeiten können mit einer Auflage im Rahmen der Baubewilligung eingeschränkt werden.
Müssen Arbeiten aus betrieblichen und organisatorischen Gründen innerhalb der Ruhezeiten ausgeführt werden, so ist eine Bewilligung der Gemeinde nötig.

2. Rechtzeitig Nachbarschaft informieren

Die Nachbarschaft ist umfassend über die bevorstehenden Bauarbeiten zu informieren. In der Anwohnerinformation müssen Antworten auf folgende Fragen zu finden sein:

  • Was wird gebaut?
  • Wie lange wird gebaut?
  • Wann wird gebaut (Arbeitszeiten)?
  • Welche Arbeiten werden ausgeführt?
  • Wann wird es besonders laut?
  • Was wird unternommen, um Lärm möglichst zu reduzieren?
  • Wo können sich Anwohner bei Fragen oder Lärmklagen hinwenden (Kontaktperson)?
Foto eines Infostandes bei einer Baustelle

 

Am Tag der offenen Baustelle (4.9.2010) konnte sich die Nachbarschaft und die interessierte Bevölkerung über die Baustelle rund um den Escher-Wyss-Platz informieren und fand bei Fragen auch die richtigen Ansprechspersonen.

3. Unnötigen Lärm vermeiden

  • keine lärmigen Arbeiten in den Randzeiten
  • möglichst grosse Abstände zur Nachbarschaft
  • bestehende Hindernisse nutzen
  • gleichzeitig lärmen (zwei gleichlaute Maschinen erzeugen unwesentlich mehr Lärm als eine alleine)
  • Lärmschutzwände aufbauen (auf saubere Abschlüsse achten)
  • leerlaufende Motoren abstellen (damit lässt sich nicht nur Lärm verringern, sondern auch Treibstoff sparen)
  • Motorhauben schliessen (einfache und sehr effektive Massnahme)
  • Ziegelsteine und Metall nicht herumwerfen