Bauvorhaben

Lärmschutz ist möglich

Meist zeichnen sich gelungene Lärmschutzlösungen durch die Kombinationen von Massnahmen aus. Dabei gilt es, den Lärm so früh wie möglich in die Überlegungen einzubeziehen.

Anordnung der Nutzungen und Gebäudetypen

Foto einer modernen Siedlung

Nicht alle Nutzungen und Gebäudetypen sind gleich lärmempfindlich. Bei grösseren Überbauungen mit gemischten Nutzungen werden die weniger lärmempfindlichen Gebäude so angeordnet, dass die dahinter liegenden Wohnungen vor dem Lärm geschützt sind. Gebäuderiegel wirken aufgrund ihrer Höhe und Breite oft besser als jede Lärmschutzwand.

Wände und Dämme

Foto fon einer begrünten Lärmschutzwand

Begrünungen und eine geschickte, mit der Umgebung korrespondierende Materialisierung sind Möglichkeiten, Lärmschutzbauten ins Ortbild einzupassen. Die Beziehung zwischen Siedlung und Strassenraum bleibt jedoch unterbrochen.

Gestaltung des Gebäudegrundriss

Entlang von Verkehrsachsen sind Wohnungsgrundrisse so zu gestalten, dass Erschliessung, Sanitär- und Nebenräume zum Lärm hin orientiert sind. Durchgehende Wohn- und Essbereiche können lärmabgewandt gelüftet werden.

Foto von Siedlungen neben befahrenen Strassen

Wenn sich Wohngebäude vom Lärm abwenden, so zeigen sie auch dem lebendigen Strassenraum den Rücken. Im städtischen Bereich und in Dorfzentren ist darauf zu achten, dass die Gebäude ihr "Gesicht" bewahren (Bild links). Entlang von Ausfallachsen ist eine Abwendung eher zulässig (rechtes Bild).

Gestalterische Massnahmen am Gebäude

Loggias, Ercker, massive Balkonbrüstungen, zurückversetzte Dachwohnungen, Innenhöfe und andere Massnahmen am Gebäuden verhindern das Eindringen des Lärms nahe dem Fenster. Es handelt sich um Notlösungen, die oft Flickwerkcharakter haben. Für einzelne Fenster können sie durchaus sinnvoll sein, nicht aber als Lärmschutzkonzept für ganze Überbauungen.