Bauvorhaben

Zusatzformulare Lärmschutz

Die beiden Zusatzformulare

  • "Lärmsituation und Lärmschutz" (a, aF*)         (* F: Index Fluglärm)
  • "Lärmschutz und überwiegendes Interesse" (b, bF)


geben Auskunft über Lärmsituation, Lärmschutz und überwiegendes Interesse. Sie sind als Beilage zu den Baugesuchsakten konzipiert. Sie zeigen die lärmrelevanten Fakten, vermeiden damit unnötige Verfahrensverzögerungen und helfen - zusammen mit den Angaben unter "Bauen im Lärm" - den Umfang von Lärmgutachten und Behördentätigkeit auf das erforderliche Minimum zu beschränken.

  • Zusatzformular a (Gesuchsteller):
    "Lärmsituation und Lärmschutz"


    Zur Darstellung der lärmrelevanten Fakten und Entscheidungsgrundlagen bei einem Bauvorhaben dient das Zusatzformular "Lärmsituation und Lärmschutz". Es ist als Beilage zu Baugesuchen konzipiert und soll sicherstellen, dass keine wesentlichen Punkte übersehen werden.
    Das Zusatzformular "Lärmsituation und Lärmschutz" ist durch den Gesuchsteller auszufüllen.
    Mit Hilfe der Werkzeuge unter "Bauen im Lärm" können bei Strassen- und Eisenbahnlärm die Lärmbelastungen am Bauvorhaben abgeschätzt werden. Zeigen die Abklärungen, dass die Immissionsgrenzwerte eingehalten werden, stellt das Zusatzformular "Lärmsituation und Lärmschutz" ein Lärm-Kurzgutachten dar.
    Die der Einschätzung und Beurteilung zu Grunde liegenden Emissions-oder Rohdaten (Verkehrszahlenbrief, Auszug Emissionsplan, Verkehrszahlen zu Strassen- oder Eisenbahnabschnitten o. ä.) sind dem Zusatzformular beizulegen.
  • Zusatzformular b (Gemeindebehörde):
    "Lärmschutz und überwiegendes Interesse"


    Falls die Immissionsgrenzwerte bei einem Bauvorhaben überschritten werden, hat die Gemeindebehörde das Baugesuch bei der kantonalen Leitstelle für Baubewilligungen einzureichen. Mit dem Zusatzformular "Lärmschutz und überwiegendes Interesse" teilt die Gemeinde dem Kanton mit, ob allfällige Lärmschutzmassnahmen von der Gemeinde bewilligt werden können (z. B. Lärmschutzwand). Zudem gibt die kommunale Baubehörde an, ob sie ein den Lärmschutz überwiegenden Interesse sieht und  formuliert es entsprechend ihrer Interessenabwägung.

Eine ernsthafte Interessenabwägung ist nicht zuletzt im Hinblick auf mögliche Rekurse notwendig, welche die Begründung oder die Erteilung der Ausnahme als Angriffspunkt wählen.

Fluglärmbereich

Für Baugesuche in der Flughafenregion (F) konzipiert sind die Zusatzformulare aF und bF. Sie berücksichtigen die Besonderheiten des zivilen Fluglärms, entsprechen ansonsten einer reduzierten Fassung der Zusatzformulare a und b.

  • Zusatzformular aF (Gesuchsteller, Fluglärmbereich):
    "Lärmsituation und Lärmschutz"


    Zur Darstellung der lärmrelevanten Fakten und Entscheidungsgrundlagen bei einem Bauvorhaben dient das Zusatzformular "Lärmsituation und Lärmschutz". Es ist als Beilage zu Baugesuchen konzipiert und soll sicherstellen, dass keine wesentlichen Punkte übersehen werden.
    Das Zusatzformular "Lärmsituation und Lärmschutz" ist durch den Gesuchsteller auszufüllen.
    Die der der Einschätzung und Beurteilung zu Grunde liegenden Immissionsdaten (Fluglärm) sind dem Zusatzformular beizulegen.
    Mit Hilfe der Instrumente im Leitfaden "Bauen im Lärm" können bei allfälligem Strassen- und Eisenbahnlärm die Lärmbelastungen am Bauvorhaben abgeschätzt werden. Zeigen die Abklärungen, dass die Immissionsgrenzwerte eingehalten werden, kann das Zusatzformular "Lärmsituation und Lärmschutz" als Ersatz für ein Lärmgutachten verwendet werden.
    Auch die dieser Einschätzung und Beurteilung zu Grunde liegenden Emissions-oder Rohdaten (Verkehrszahlenbrief, Auszug Emissionsplan, Verkehrszahlen zu Strassen- oder Eisenbahnabschnitten o. ä.) sind dem Zusatzformular beizulegen.
  • Zusatzformular bF (Gemeindebehörde, Fluglärmbereich):
    "Lärmschutz und überwiegendes Interesse"


    Falls die Immissionsgrenzwerte bei einem Bauvorhaben überschritten werden, hat die Gemeindebehörde das Baugesuch bei der kantonalen Leitstelle für Baubewilligungen einzureichen. Mit dem Zusatzformular "Lärmschutz und überwiegendes Interesse" prüft die Gemeinde die vorgezogene Fälligkeit eines Schallschutznachweises.
    Bei Überschreitungen durch andere Lärmarten teilt sie dem Kanton ausserdem mit, ob allfällige Lärmschutzmassnahmen von der Gemeinde bewilligt werden können (z. B. Lärmschutzwand). Zudem gibt die kommunale Baubehörde an, ob sie ein den Lärmschutz überwiegenden Interesse sieht und formuliert es entsprechend ihrer Interessenabwägung.

Eine ernsthafte Interessenabwägung ist nicht zuletzt im Hinblick auf mögliche Rekurse notwendig, welche die Begründung oder die Erteilung der Ausnahme als Angriffspunkt wählen.