Raumplanung

Möglichkeiten und Massnahmen

Zur Einhaltung der Grenzwerte kommen planerische, bauliche und gestalterische Massnahmen in Frage. Diese können auch kombiniert werden. Oft finden sich erst dadurch ausgewogene und ganzheitliche Lärmschutzlösungen.

Baubereiche mit unterschiedlicher Nutzung und ES

Der Gestaltungsplan erlaubt es, die Nutzungen im Perimeter so anzuordnen, dass die vorhandene Lärmbelastung am wenigsten stört. Bei Verkehrsachsen lassen sich mit einem Gewerberiegel die dahinterliegenden Wohngebäude schützen. Auf diese Weise können reine Wohnbereiche und Bereiche mit Mischnutzungen oder mit rein gewerblicher Nutzung geschaffen werden, denen jeweils die entsprechenden ES zugeordnet werden.

Anordnung der Baukörper und Lärmschutzbauten

Wohnüberbauungen schaffen mit einer geschickten Verteilung der Bauvolumen lärmgeschützte Bereiche. Lärmschutzwände und -dämme reduzieren – eventuell in Kombination mit Nebengebäuden (Garagen, Bastel- oder Abstellräumen) – die Immissionen. Die Abstufung von Gebäudehöhen nach Abstand zur Lärmquelle ist eine weitere Möglichkeit. Die dahinterliegenden höheren Gebäude sind dadurch ähnlich wie bei Terrassenbauten lärmgeschützt.

Grundrissoptimierung und Fassadenelemente

Mit einer lärmoptimierten Anordnung der Räume innerhalb einer Wohnungseinheit lassen sich die Belastungen am Lüftungsfenster erheblich reduzieren. Eine weitere Möglichkeit die Lüftungsfenster vom Lärm abgewandt anzuordnen sind eine abgewinkelten Bauweise, Mauervorsprünge oder Erker.

Kontrollierte Belüftung

Die kontrollierte Belüftung von Wohnräumen ist energetisch sinnvoll, gilt aber nicht als Lärmschutzmassnahme. Nach Art. 39 LSV müssen die Lärmimmissionen in der Mitte der offenen Fenster ermittelt werden. Zudem müssen nach §302 des Zürcherischen Planungs- und Baugesetzes (PBG) Wohnräume ins Freie führen. Bei lärmempfindlichen Räumen - beispielsweise Büros - ist eine kontrollierte Belüftung als Lärmschutzmassnahme zulässig. Die Nutzungsplanung in lärmbelasteten Gebieten kann sich danach ausrichten.