Raumplanung

ÖV attraktiver machen

Der öffentliche Verkehr (ÖV) schneidet in Sachen Lärm klar besser ab als der motorisierte Individualverkehr (MIV). Vergleiche zeigen, dass die Reise in einem Doppelstockzug der S-Bahn rund 8 dB leiser ist als in einem Personenwagen; 8 dB entsprechen beinahe einer Halbierung der wahrgenommenen Lautstärke.
Verkehrs- und Siedlungsplanung mit Lärmschutzzielen heisst deshalb unter anderem Stärkung des öffentlichen Verkehrs.

Foto einer Zürcher S-Bahn im Grünen
Foto: © SBB

 

So viel Platz benötigt die Reise von 140 Personen im Zug (oben) und im Auto (unten):
Ein 100 m langer Doppelstockzug der S-Bahn Zürich oder eine Autokolonne von 3000 m Länge bei einer Geschwindigkeit von 60 km/h.

Foto von einer Autokolonne auf einer mehrspurigen Strasse
Foto: www.rrsilvershadow.com

 

Die Lärmemissionen der hundert Autos sind rund 8 dB höher als diejenigen des Doppelstockzugs
(Annahmen: 36 Prozent Auslastung des Doppelstockzugs, 1.4 Personen pro Auto).

 

Koordination von Siedlung und ÖV

Verkehrsaufkommen und Siedlungsstruktur beeinflussen sich gegenseitig. Wer in grosser Distanz zur nächsten Haltestelle des öffentlichen Verkehrs wohnt, benutzt das Auto. Verdichtete Einzugsbereiche der ÖV-Haltestellen in guter Qualität wirken dem entgegen.

Foto eines Zuges der an einem Dorf vorbei fährt
Foto: © SBB

 

Der Weg ist das Ziel. Attraktive Angebote und Verbindungen senken die Schwelle fürs Umsteigen und führen ruhiger zum Ziel.

Foto einer S-Bahn sowie eines Postautos

 

S-Bahn und PostAuto. Das Lärmschutz-Ziel ist eine Konsolidierung oder Verringerung des motorisierten Individualverkehrs (MIV).