Lärmdisplay

TCS-Umweltpreis

Die Fachstelle Lärmschutz hat sich erfolgreich um den TCS-Umweltpreis 2000 beworben.

Hier die Bewerbung im Originaltext:

Bewerber

Die Fachstelle Lärmschutz des Kantons Zürich ist u.a. verantwortlich für den Vollzug der Lärmschutzverordnung im Bereich Strassenlärm. Unsere Aufgabe ist es, für den konkreten Lärmschutz an lauten Strassen zu sorgen und neue Lärmprobleme zu verhindern.

Projekt

Quellenlärmbekämpfung: Wie und warum? Da der Sanierung mit baulichen Massnahmen Grenzen verschiedenster Art gesetzt sind, haben in der Lärmbekämpfung Massnahmen an der Quelle, d.h. beim Lärmverursacher, erste Priorität. Dies ist nicht nur langfristig effizienter, sondern zeigt im Gegensatz zu punktuellen Verbesserungen eine umfassende Wirkung.

Der Regierungsrat hat sich in seinem Bericht vom 1.7.1998, Nr. 1503, für einen vermehrten Einsatz in der Quellenlärmbekämpfung ausgesprochen.

Kampagne

Weniger Lärm durch niedertouriges Autofahren!

Mit dieser Aktion wollen wir einerseits zeigen, dass Lärm nicht nur stört, sondern auch ein gravierendes Gesundheits- und Umweltproblem darstellt. Andererseits soll das niedertourige, lärmarme Autofahren propagiert werden eine Massnahme, bei der wir alle unseren Beitrag leisten können! Würden nämlich alle Autofahrerinnen und Autofahrer längerfristig auf eine niedertourige Fahrweise umstellen, so hätte dies eine Lärmreduktion von ca. 3 Dezibel zur Folge, was wiederum einer Halbierung des Strassenverkehrs gleichkäme. Und daneben spart man auch noch 10-20% Benzin; eine Tatsache, die Umwelt und Portemonnaie freut.

Aufbau

Die Kampagne ist wie folgt aufgebaut: Mit einer digitalen Grossanzeige wird der aktuelle Lärmpegel entlang einer stark belasteten Strasse im Innerortsbereich visualisiert. Das Display ist am Strassenrand so positioniert, dass Fussgängerinnen und Fussgänger die erlebte Lautstärke mit dem gemessenen Schallpegel direkt in Verbindung bringen können, andererseits zeigt es den Autofahrenden, dass wir alle Lärmproduzenten sind. Primäres Ziel ist dabei, dass die Lärmanzeige überhaupt wahrgenommen wird.
Ist erst einmal das Interesse geweckt, stehen vier Informationstafeln bereit, die in kurzer Form die gesundheitlichen Auswirkungen und die akustischen Grundlagen des Lärms behandeln und die am entsprechenden Ort vorherrschende Lärmsituation und das lärmarme, ökologische und ökonomische Autofahren aufzeigen.
Mit grossen Plakaten am Strassenrand werden die Autofahrerinnen und Autofahrer aufgefordert, in den 4. oder 5. Gang zu schalten und damit leiser zu fahren, sowie auf die schädigende Wirkung von Lärm hingewiesen.

Realisation

Es besteht zudem die Möglichkeit, eine umfassende Broschüre zum Thema Lärm gratis bei der Lärmschutzfachstelle zu beziehen. Die Displaykampagne wurde bis jetzt in folgenden Gemeinden des Kantons Zürich durchgeführt: Affoltern, Bassersdorf, Birmensdorf, Dietikon, Dübendorf, Effretikon, Küsnacht, Männedorf, Meilen, Schlieren, Stäfa, Uster, Wetzikon und Winterthur.
Die Fachstelle Lärmschutz bietet darüber hinaus ihre Aktion auch anderen Kantonen zur Durchführung an.

Zukunft

Zur Zeit sind wir daran, folgende Ideen zu verwirklichen: Die digitaleGrossanzeige soll durch eine analoge ersetzt werden, was dem Betrachter eine bessere Vorstellung von Anzeige und erlebtem Lärm geben soll. Die Informationstafeln mit Text bleiben erhalten, werden aber durch solche mit selbsterklärenden Karikaturen und Comics ergänzt, um einen zusätzlichen potentiellen Interessentenkreis anzusprechen. Die Plakate sollen zudem als APG-Plakate in der jeweiligen Gemeinde ausgehängt werden, um eine breitere Informationswirkung zu erreichen.

... und hier das Resultat:

Preisträger, 3. Rang