Lärmdisplay

Texte von Alarm über Hund bis Eco

Medientexte

(Diese Texte befanden sich auf den ausgemusterten Informationsstellwänden 2002.)

Lärm-Alarm!

"Alarm" kommt aus dem Italienischen: all' arme! = zu den Waffen! "Lärm" hat dieselbe Wurzel. Als Lärm bezeichnen wir Geräusche, die uns stören. Strassenlärm zum Beispiel stört, und er stört nicht nur ein bisschen: im Kanton Zürich müssen Zehntausende von Menschen mit Lärmbelastungen leben, die über der Alarmgrenze liegen.

Weniger Lärm ist mehr Lebensqualität.

Fachstelle Lärmschutz

Stellwandtext (rund 350 Zeichen)

Sie sehen, was Sie hören.

Die Strassen machen keinen Lärm. Wer fährt, macht Lärm. Mehr oder weniger.

Die Fachstelle Lärmschutz des Tiefbauamtes zeigt mit ihrem Lärmdisplay den akuten Lärmpegel an den Strassen.

Fachstelle Lärmschutz

Stellwandtext (rund 200 Zeichen)

Was dem einen Lärm, hört der andre gern.

Jeder Mensch nimmt Geräusche anders wahr. Ob ich etwas als Lärm empfinde, hängt stark von mir selber ab: Wo bin ich? Was tue ich gerade?

Musik in den Ohren des einen ist Krach in den Ohren der andern:

  • Ist ein Harley-Fan in den lautstarken Sound seines Motorrads verliebt, so wünscht ihn sich die Schlafmütze ins Pfefferland.
  • Ein tosender Wasserfall kann beruhigend sein oder stressen - genau wie das dauernde Rauschen einer Autobahn.
  • Der tropfende Wasserhahn im Bad ist zwar sehr leise, kann aber ebenso nerven wie die Bohrmaschine des Nachbarn.

Egal, ob laut oder leise, schön oder hässlich: Lärm ist, was stört.

Fachstelle Lärmschutz

Fährst du niedertourig, schlafe ich vollgas.

Als Teil der Lärmdisplay-Kampagne hat die Fachstelle Lärmschutz zusammen mit Studierenden der Hochschule für Gestaltung und Kunst Zürich fünf Lärmplakate entwickelt.

Stellwandtext (rund 200 Zeichen)

"Der eigene Hund macht keinen Lärm - er bellt nur."

(Kurt Tucholsky)

Wir alle verursachen Lärm. Aber wer regt sich schon über die Geräusche seines eigenen Autos auf. Die hat man ja zum Glück nicht im Cockpit. Wir vergessen sehr gerne, dass es immer die andern sind, die unseren Lärm ertragen müssen.

Fachstelle Lärmschutz

Stellwandtext (rund 300 Zeichen)

Planen und kombinieren statt fluchen und pressieren.

Unser tägliches Umherfahren deckt uns zunehmend mit Lärm ein. Die einen mehr, die anderen weniger.

Beim heutigen Angebot an Verkehrs- und Transportmitteln sind wir alle gefordert, immer das geeignetste auszuwählen - je nach Ziel und Zweck. Also warum mit dem Auto in die Stadt, wenn es mit der S-Bahn viel bequemer und schneller geht? Warum nicht einmal zu Fuss oder mit dem Velo? Nicht nur für die Umwelt, sondern weil's gesund ist, weil's entspannt und andere Perspektiven eröffnet. Entdecken Sie Neues an gewohnten Wegen.

Fachstelle Lärmschutz

Stellwandtext (rund 500 Zeichen)

Lärm macht krank.

Lärm stört,

  • wenn wir in aller Ruhe über etwas reden wollen.
  • wenn wir in aller Ruhe über etwas nachdenken wollen.

Lärm stört nicht nur - Lärm stresst.

  • Wir schlafen weniger tief.
  • Wir sind oft niedergeschlagen.
  • Wir sind nervös und gereizt.
  • Wir werden aggressiv.

Lärm stresst nicht nur - Lärm macht krank.

  • Depressionen.
  • Erhöhter Blutdruck.
  • Herz-Kreislauf-Probleme.

Und im schlimmsten Fall bringt der Lärm uns um: Herzinfarkt.

Fachstelle Lärmschutz

Stellwandtext (rund 400 Zeichen)

Wir schlafen - unser Ohr wacht immer.

Man kann sich nicht an Lärm gewöhnen. Denn unser Ohr schläft nie. Unser Ohr hört alles. Und unser Gehirn muss alles bewerten, was das Ohr hört. Es könnte ja sein, dass Weiterschlafen böse Folgen hätte.

Das Ganze ist eine Daueranstrengung für unser Gehirn, das zwischendurch doch auch eine richtige Pause verdient hätte.

Fachstelle Lärmschutz

Stellwandtext (rund 300 Zeichen)

Lärmstress im Körper.

Natürlich ziehen wir uns am Strassenrand keinen Gehörschaden zu. Aber die gesundheitlichen Auswirkungen andauernder Lärmbelastung sind trotzdem gravierend.

Unser Organismus reagiert auch im Schlaf auf vorbeifahrende Autos, Motorräder und Lastwagen mit der Ausschüttung von Stresshormonen. Diese erhöhen die Aufmerksamkeit. Unser Blutdruck steigt an und das Herz schlägt schneller - alles nur, um optimale Leistungsbereitschaft zu garantieren.

Umsonst, denn wir brauchen weder zu kämpfen noch zu flüchten. Für unsere höhlenbewohnenden Vorfahren waren laute Geräusche noch ein Alarmzeichen. Heute bleiben wir passiv, die Hormone aber aktiv. Ziemlich ungesund, weil diese nur durch intensive Bewegung wieder abgebaut werden.

Fachstelle Lärmschutz

Stellwandtext (rund 700 Zeichen)

Nieder mit den hohen Touren!

Heutige Motoren bringen ihre Leistung auch schon bei 1'500 bis 2'000 Touren. Mit einem niedertourigen und vorausschauenden Fahrstil können Sie den Lärmpegel ihres Autos um gut drei Dezibel senken. Für eine vergleichbare Wirkung müsste die Verkehrsmenge halbiert werden.

Sie sparen zudem jede siebte Tankfüllung und einiges an Wartungsarbeiten. Sie belasten die Luft weniger stark mit Abgasen. Jeder vierte Unfall passiert nicht mehr.

Mehr Sicherheit, mehr Komfort, weniger Fahrstress, weniger Lärm - Eco-Drive.

Fachstelle Lärmschutz

Stellwandtext (rund 500 Zeichen)

Eco-Drive heisst:

  • Immer frühzeitig und zügig hoch schalten. Spätestens bei 2500 Touren. Bis in die höchsten Gänge. Auch innerorts.
  • Immer im höchstmöglichen Gang fahren. Auch bergauf.
  • Ganz einfach: Tempo 60 im 5. Gang. Tempo 50 im 4. Gang.
  • Abbremsen mit der Bremse. Nicht mit Herunterschalten.
  • Vorausschauend fahren. Den Fahrschwung nutzen. Frühzeitig den Fuss vom Gas nehmen.

Fachstelle Lärmschutz

Stellwandtext (rund 350 Zeichen)