Anwohner

Der Schutz der Nachbarschaft vor Lärmimmissionen ist nicht Gegenstand der Schall- und Laserverordnung. Für die Frage, ob eine Veranstaltung trotz Lärmimmissionen auf die Umgebung durchgeführt werden darf, gelten die öffentlichen- und privatrechtlichen Vorschriften zum Lärmschutz und Nachbarrecht. Die Regelung von Nachbarschaftslärmfragen in Zusammenhang mit Veranstaltungen liegt im Zuständigkeitsbereich der Gemeinde.

Bildkombination einer Siedlung als Partylocation

Veranstaltungen im Freien

Die Schall- und Laserverordnung gilt für Veranstaltungen in Räumen und im Freien. In jedem Fall ist auch auf die Nachbarschaft der Veranstaltung Rücksicht zu nehmen. Hier gilt es, die entsprechenden Artikel des Umweltschutzgesetzes und der Lärmschutzverordnung zu beachten. Näheres ist folgendem Bericht der Eidgenössischen Kommission für Lärmbekämpfung (EKLB, 2007) zu entnehmen.

Artikel des Umweltschutzgesetzes

Die Begrenzung von Aussenlärm, der durch Anlagen und Geräte von Veranstaltungen erzeugt wird, ist gemäss Art. 11 Abs. 2 und 3 USG festzulegen. Ausnahmen, insbesondere bei öffentlichen ortsfesten Anlagen bleiben jedoch vorbehalten (Art. 17, 20 und 25 USG).

Artikel der Lärmschutzverordnung

Die LSV legt keine Immissionsgrenzwerte zur Beurteilung von Veranstaltungslärm fest. Gemäss Art. 40 Abs. 3 LSV sind Lärmimmissionen im Einzelfall anhand der Kriterien für die Festlegung der IGW (Art. 15 USG) zu beurteilen.