Lichtsignalanlagen

Grundlagen

Die Lichtsignalanlagen an Staatsstrassen im Kanton Zürich werden zentral über die Sektion Betriebs- und Sicherheitsaus-
rüstungen (BSA) koordiniert und bewirtschaftet.

Das Inventar, das georeferenziert im LOGO (modular aufgebautes Strasseninforma-
tionssystem) geführt wird, umfasst ca. 270 Lichtsignalanlagen.

Als Grundlagen für den Bau und Betrieb von Lichtsignalanlagen dienen:

  • Strassenverkehrsrecht
    - Signalisationsverordnung SSV
    - Verkehrsregelverordnung VRV
  • Aktuelle VSS-Normen
  • Aktuelle FESA Vorgabe
  • Wegleitung für den Bau von LSA im Kt. ZH (Blaues Buch)

Die Projektumsetzung bei der Erstellung neuer oder zu erneuernden Lichtsignal-
anlagen erfordert das entsprechend in der Sektion BSA vorhandene Know-how. Die gesetzlichen Vorgaben und Normen lassen bei der Ausführung der Projekte in Bezug auf die Anordnung der Signalgeber (Ampeln) sowie des verkehrstechnischen Steuerungsablaufes (Bearbeitung durch die Kantonspolizei Zürich) nur wenig Spielraum zu. Die Arbeiten ab Projektstart bis zur Inbetriebnahme einer neuen Lichtsignalanlage können mehrere Jahre in Anspruch nehmen.

Bestehende Lichtsignalanlagen

An bestehenden Lichtsignalanlagen werden periodische Kontrollen der Steuerung und Sensoren sowie eine jährliche Reinigung der Signalgeber vorgenommen. Diese Massnahmen dienen einem möglichst störungsfreien Betrieb der LSA und somit einer maximalen Sicherheit im Strassen-
verkehr.

Eine umfassende Instandhaltung bestehender Lichtsignalanlagen muss nach ca. 20 Jahren Betriebszeit erfolgen. Die Arbeiten umfassen den Ersatz der Steuerung, der Ampelanlage, der Leuchtmittel sowie sämtlicher Sensoren und dauern ca. 2 bis 3 Wochen. An Stahlbauten wird gleichzeitig der Korrosionsschutz erneuert sowie ein neuer Deckanstrich angebracht.

Kabelanlagen und Stahlbauten erreichen eine Lebensdauer von mindestens 40 Jahren. Vor Beginn einer Instandhaltung wird ermittelt, welche Anlageteile (Kabel, Stahlbau) aufgrund
ihres schlechten Zustandes ersetzt werden müssen.

Neu zu erstellende Lichtsignalanlagen

Neue Lichtsignalanlagen unterliegen einer umfassenden Planung. Meist werden sie im Zusammenhang mit Anpassungen am Strassennetz oder aufgrund der Aufhebung eines bestehenden Unfallschwerpunktes realisiert. Die Gestaltung der LSA sowie die dazugehörigen Markierungen und Signalisierungen (Wegweisung) liegt in der Verantwortlichkeit der Kantonspolizei Zürich und wird durch diese genehmigt.

Verkehrstechnik/Logik

Als Grundlage zur Berechnung einer optimalen Verkehrssteuerung dienen aktuelle Verkehrszahlen vom Perimeter sowie die zu erwartende Verkehrszunahme in den Folgejahren.

Programmauswahl (Grüne Welle)

Zeit-Weg-Diagramm

Bei den Berechnungen der Programme wird oft zwischen Morgen-/Tages-/Abendverkehr sowie einem allfälligen Shoppingverkehr (Samstag) unterschieden. Die so ermittelten Programme der LSA werden im laufenden Betrieb von Verkehrsrechnern automatisch angesteuert. Die Auswahl basiert auf Ist-Zustands Verkehrszahlen und oder in Kombination mit Zeitvorgaben (Schaltuhr).

Sicherheit

Gebietsrechner

Lichtsignalanlagen dienen hauptsächlich der Verkehrssicherheit, der Verkehrs-
beeinflussung sowie der Bevorzugung des öffentlichen Verkehrs.

Zur Steuerung und Überwachung sind sämtliche LSA an einen Gebietsrechner, von denen es im Kanton Zürich sechs gibt, angeschlossen.

Über diese Rechner können aktuelle Betriebszustände abgefragt werden. Stehen allfällige Störungen wie defekte Signalgeber oder Sensoren an, werden diese in einem Meldefenster angezeigt (s. Bildergalerie unten).

Leuchtmittel

Seit ca. 2010 werden im Kanton Zürich an neuen oder zu erneuernden Lichtsignalanlagen ausschliesslich Leuchtmittel mit LED verwendet. Nebst deren geringerem Stromverbrauch und der längeren Lebensdauer ist weiter eine stark verbesserte Sichtbarkeit gewährleistet. Auch tritt bei LED-Leuchtmittel kein irritierendes Phantomlicht durch Sonneneinstrahlung in die jeweiligen Ampeln mehr auf. Durch die positiven Eigenschaften der LED-Signalgeber wird eine erhebliche Verbesserung der Verkehrssicherheit erreicht.