Strassenbeleuchtung

Foto einer Kreuzung mit Strassenbeleuchtung

Die öffentliche Strassenbeleuchtung ist eine reine Fahrbahnbeleuchtung, die der Verbesserung der Sichtverhältnisse dient. Strassenbeleuchtungen werden deshalb vor allem dort eingesetzt, wo Fussgänger und der motorisierte Verkehr miteinander in Kontakt kommen. Ziel ist, ein frühzeitiges Erkennen der Verkehrsteilnehmer zu ermöglichen.

Grundlagen

Die Strassenbeleuchtung an Staatsstrassen im Kanton Zürich wird zentral über die Fachgruppe öffentliche Beleuchtung (OeB) koordiniert und bewirtschaftet.

Das Inventar, das georeferenziert im LOGO (modular aufgebautes Strasseninformationssystem) geführt wird, umfasst rund 25‘000 Leuchten.

Als Grundlagen für die Projektierung von Beleuchtungsanlagen dienen:

  • Beleuchtungsreglement des Kantons Zürich (Januar 2005)
  • CEN TR 13201 und SN EN 13201-2 bis -4 und daraus die SLG Richtlinie 202

Aufgrund des Know-hows, das in der Fachgruppe öffentliche Beleuchtung (OeB) verankert ist, wird gewährleistet, dass die Realisation von Beleuchtungsanlagen an Staatsstrassen normgerecht und nach jeweils neuestem Stand der Technik ausgeführt wird.

Bis anhin wurden Beleuchtungsprojekte ausschliesslich mit Natriumhochdruckleuchten geplant und ausgeführt. Der Anteil an Natriumhochdruckleuchten im gesamten Beleuchtungsinventar liegt bei über 90 %.

Die Planung und Realisation von Beleuchtungsprojekten als integraler Bestandteil von Tiefbauprojekten ist ein längerer Prozess; es kann sich dabei um mehrere Monate bis Jahre handeln.

Beleuchtungstechnik

In der Beleuchtungstechnik sind verschiedene Aufgabengebiete zusammengefasst. So werden Beleuchtungsprojekte geprüft und erstellt, Strassenbeleuchtungen evaluiert und beschafft sowie das Beleuchtungsreglement angewendet. Zudem gilt es, die Beleuchtungsdatenbank zu pflegen. Sie ist die Grundlage für die Rückvergütung von Energie- und Unterhaltskosten der Beleuchtungen an Staatsstrassen.

Beleuchtungsreglement

Das Beleuchtungsreglement der Baudirektion legt die allgemeinen und technischen Grundlagen für die öffentliche Beleuchtung bei Staatsstrassen fest (mit Ausnahme der Städte Zürich und Winterthur).

Das Reglement sieht den Betrieb der Strassenbeleuchtung auf Staatsstrassen ab der Abenddämmerung bis 24 Uhr und ab 5 Uhr bis zur Morgendämmerung zulasten des Kantons vor. Die Gemeinden können selbstständig entscheiden, ob sie die
Beleuchtungsdauer verkürzen oder auf ihre eigenen Kosten verlängern wollen.

Die vorgeschriebenen Mindestleuchtzeiten (Abenddämmerung bis 23.00 Uhr / ab 5.30 Uhr bis Morgendämmerung) und die Richtlinien der Schweizer Licht Gesellschaft (SLG) sind aber einzuhalten. Im Übrigen sind die Gemeinden frei, zu welchen Zeiten sie das Gemeindestrassennetz beleuchten.

Einsatz von LED-Leuchten bei Sanierungsabschnitten

Ab Januar 2015 wird das Tiefbauamt Kanton Zürich LED-Strassenleuchten (LED: Licht-emittierende Diode) bei grösseren Sanierungsabschnitten einsetzen. Die Erfahrungen,
die in den letzten zwei Jahren mit diversen Teststrecken gemacht werden konnten, haben gezeigt, dass sich die LED-Technologie für die Beleuchtung von Staatsstrassen eignet. Die mit dem Elektrizitätswerk des Kantons Zürich (EKZ) getätigte gemeinsame Beschaffung erlaubt es, eine technisch ausgereifte LED-Leuchte für die Bedürfnisse an Staatsstrassen einzusetzen.

Einschränkung

  1. Bei Anpassungen/Änderungen mit geringer Stückzahl können weiterhin Natriumhochdruckleuchten zur Anwendung kommen.
  2. Umrüstungen von bestehenden Beleuchtungsanlagen sind objektspezifisch zu beurteilen.
  3. Der eingesetzte Typ entspricht der aktuellen Beschaffung EKZ/TBA.

Mögliche Abweichungen von den Punkten 1-3 werden von der Fachgruppe öffentliche Beleuchtung (OeB) beurteilt und genehmigt.

LED-Teststrecken

Dietlikon Bahnhofstrasse: Schnittstelle LED-Natriumhochdruckleuchte

Auf folgenden Strecken wurde die LED-Beleuchtung getestet:

2009

  • Rüschlikon Eggstrasse

2012

  • Höri Wehntalerstrasse (Teststrecke sichere Fussgängerübergänge)

2013

  • Steinmaur Hauptstrasse
  • Dietlikon Bahnhofstrasse

2014

  • Urdorf Birmensdorferstrasse
  • Uitikon Zürcherstrasse
  • Regensdorf Niederhaslistrasse
  • Dielsdorf Regensbergstrasse
  • Pfungen Weiacherstrasse


In Regensdorf wurde an der Niederhaslistrasse die LED-Teststrecke im Sommer 2014 mit einer dynamischen Steuerung mit Radarsensorik ausgerüstet. Auswertungen und Rückschlüsse zu dieser Versuchsanlage erfolgen ab Sommer 2015.

Die Erfahrungen mit den eingesetzten LED-Leuchten bei den Teststrecken können als positiv beurteilt werden.

Die Innovation bei LED-Leuchten ist auch weiterhin geprägt durch Entwicklungen und Neuerungen und bedarf einer steten Analyse des Marktes.

Vorteile von LED-Leuchten

  • Energieersparnisse sind in LED-Strassenbeleuchtungsprojekten bei allen Beleuchtungsklassen, die auf Staatsstrassen vorkommen, möglich.
  • Die Leuchten sind langlebig bei konstanten Luxwerten.
  • Die Farbwiedergabe bzw. die Qualität des LED-Lichtes in Strassenleuchten ist wesentlich besser als in Natriumhochdruckleuchten.
  • LED ist die Technologie der Zukunft. Die Lichtindustrie setzt voll darauf und es finden praktisch keine Entwicklung mehr im Bereich Natriumhochdruck statt.
  • Dynamische Steuerungssysteme erfordern LED-Leuchten.

Aktueller Leuchtmitteleinsatz

In den letzten Jahren wurde praktisch die gesamte Beleuchtung auf den neuesten Stand der Technik gebracht. Heute sind rund 90,5 % mit Natriumhochdrucklampen ausgerüstet. Natriumniederdrucklampen (5,5 %) sind noch auf Nebenstrecken im Einsatz.

Entwicklung Stromverbrauch

Der Stromverbrauch der Beleuchtungen auf Staatsstrassen reduzierte sich im Kanton Zürich trotz grosser Sanierungen nicht weiter, sondern ist praktisch seit Jahren konstant. Dank der Sanierungen verbesserte sich jedoch die Beleuchtung qualitativ. Das wirkt sich unter anderem bei Fussgängerübergängen positiv aus.