Strassenbeleuchtung

Foto einer Kreuzung mit Strassenbeleuchtung

Die öffentliche Strassenbeleuchtung ist eine reine Fahrbahnbeleuchtung, die der Verbesserung der Sichtverhältnisse dient. Strassenbeleuchtungen werden deshalb vor allem dort eingesetzt, wo Fussgänger und der motorisierte Verkehr häufig miteinander in Kontakt kommen. Ziel ist, ein frühzeitiges Erkennen der Verkehrsteilnehmer zu ermöglichen.

Grundlagen

Die Strassenbeleuchtung an Staatsstrassen im Kanton Zürich wird zentral über die Sektion "Betriebs- und Sicherheitseinrichtungen" (BSA) koordiniert und bewirtschaftet.

Das Inventar, das georeferenziert im LOGO (modular aufgebautes Strasseninformationssystem) geführt wird, umfasst rund 23‘000 Leuchten.

Als Grundlagen für die Projektierung von Beleuchtungsanlagen dienen:

  • Beleuchtungsreglement des Kantons Zürich (Januar 2017)
  • CEN TR 13201 und SN EN 13201-2 bis -4 und daraus die SLG Richtlinie 202

Aufgrund des Know-hows, das in der Sektion BSA verankert ist, wird gewährleistet, dass die Realisation von Beleuchtungsanlagen an Staatsstrassen normgerecht und nach jeweils neuestem Stand der Technik ausgeführt wird.

Die Planung und Realisation von Beleuchtungsprojekten als integraler Bestandteil von Tiefbauprojekten ist ein längerer Prozess; es kann sich dabei um mehrere Monate bis Jahre handeln.

Beleuchtungstechnik

In der Beleuchtungstechnik sind verschiedene Aufgabengebiete zusammengefasst. So werden Beleuchtungsprojekte geprüft und erstellt, Strassenbeleuchtungen evaluiert und beschafft sowie das Beleuchtungsreglement angewendet. Zudem gilt es, die Beleuchtungsdatenbank zu pflegen. Sie ist die Grundlage für die Rückvergütung an die Gemeinden von Energie- und Unterhaltskosten der Beleuchtungen an Staatsstrassen.

Beleuchtungsreglement

Das Beleuchtungsreglement der Baudirektion legt die allgemeinen und technischen Grundlagen für die öffentliche Beleuchtung bei Staatsstrassen fest (mit Ausnahme der Städte Zürich und Winterthur).

Das Reglement sieht den Betrieb der Strassenbeleuchtung auf Staatsstrassen ab der Abenddämmerung bis 24 Uhr und ab 5 Uhr bis zur Morgendämmerung zulasten des Kantons vor. Die Gemeinden können selbstständig entscheiden, ob sie die
Beleuchtungsdauer verkürzen oder auf ihre eigenen Kosten verlängern wollen.

Die vorgeschriebenen Mindestleuchtzeiten (Abenddämmerung bis 23.00 Uhr / ab 5.30 Uhr bis Morgendämmerung) und die Richtlinien der Schweizer Licht Gesellschaft (SLG) sind einzuhalten. Im Übrigen sind die Gemeinden frei, zu welchen Zeiten sie das Gemeindestrassennetz beleuchten.

Beschaffung von LED-Leuchten

Das Tiefbauamt des Kantons Zürich und das EKZ des Kantons Zürich beschaffen gemeinsam sporadisch LED-Leuchten auf dem Markt nach den Vorgaben des öffentlichen Beschaffungswesens des Kantons Zürich.

Erste LED-Strecke im Kanton Zürich

Im Jahr 2009 wurde die erste LED-Strecke mit 13 Leuchten in Rüschlikon an der Eggstrasse durch das TBA erstellt und ist heute noch in Betrieb. Die Lichtfarbe war zu Beginn der LED-Strassenleuchte noch 5000 Kelvin.

Pilotprojekte Lichtsteuerungen

Zurzeit sind zwei Strecken als Pilotanlagen mit dynamischen Lichtsteuerungen ausgerüstet:

  • Regensdorf-Watt / Niederhaslistrasse
  • Urdorf / Birmensdorferstrasse