Ingenieur-Stab

Forschung

Die Fachstelle Lärmschutz ist beauftragt, die Lärmschutzverordnung des Bundes (LSV) im Kanton Zürich zu vollziehen. Die LSV basiert auf dem Umweltschutzgesetz und soll vor schädlichem und lästigem Lärm schützen.
Die Fachstelle unterstützt die Entwicklung im Bereich Lärmschutz, indem sie forscht und ausbildet.
Die Zusammenarbeit mit den wichtigsten Akteuren sichert Aktualität, Richtigkeit und Praxisnähe.

Wozu forschen?

Lärm ist an und für sich eine vielfältige, komplexe Materie. Der Schutz vor Lärm wird dadurch auch nicht einfacher. Hinzu kommt, dass am Vollzug der Lärmschutzverordnung verschiedene Stellen mit unterschiedlichen Interessen beteiligt sind.
In der Praxis stellen sich immer wieder neue Fragen. Laufend müssen spezielle Lärmprobleme gelöst werden. Die Fachstelle Lärmschutz versucht, die Probleme von der Lärmfront in die laufende Forschungstätigkeit von Fachverbänden und der EMPA einzubringen.

Wozu ausbilden?

Es ist sodann Sache der Fals, diese und andere Entwicklungen im Fachwissen aufzuarbeiten, in die aktuelle Vollzugspraxis einzubinden und diese Vollzugspraxis weiterzuvermitteln, also zurück an die Lärmfront.
Das Ziel ist, dass alle am Vollzug der Lärmschutzverordnung Beteiligten über das notwendige aktuelle Wissen verfügen und auf hohem technischen Niveau zusammenarbeiten. Mit aktuellen Grundlagen und präzisen Daten erreichen sie Lösungen, die alle Ansprüche gebührend berücksichtigen, bei Sanierungen genauso wie bei neuen Vorhaben.

Interessierte werden per E-Post über Änderungen und Neuigkeiten benachrichtigt.

Was sind die rechtlichen Grundlagen?

Basis für den Auftrag ist das vom Schweizer Souverän beschlossene Umweltschutzgesetz (USG) vom 7. Oktober 1983, das unter anderem vor Lärm schützen soll.
Der Bundesrat hat das Gesetz mit der Lärmschutz-Verordnung (LSV) vom 15. Dezember 1986 für die Umsetzung durch die kantonalen Verwaltungen konkretisiert.

Die verschiedenen allgemeinen und speziellen Bestimmungen von Gesetz und Verordnung wurden und werden im Kanton Zürich durch Regierungsratsbeschlüsse, Weisungen sowie interne und externe Leitfäden laufend verfeinert und aktualisiert, um immer einen möglichst praxisnahen Vollzug zu garantieren. Forschung und Ausbildung an der Front sind hierfür unerlässlich.

Wie und was forschen?

Die Fachstelle beteiligt sich an Projekten der Schweizerischen Gesellschaft für Akustik (SGA), der Vereinigung Schweizerischer Strassenfachleute (VSS) sowie der Vereinigung Schweizerischer Verkehrsingenieure (SVI). Ebenfalls wirkt sie mit an Arbeiten der EMPA im Bereich Strassenlärm.

Wie und wen ausbilden?

An Gemeindeseminaren für Baubewilligungsbehörden werden die Bausekretärinnen und Bausekretäre der Gemeinden angesprochen, welche neue Bauten zu bewilligen haben.
Das notwendige Wissen wird vermittelt und die vorhandenen Hilfsmittel werden vorgestellt, um zu prüfen, ob die Grenzwerte gegenüber der Aussenlärmbelastung eingehalten sind.
Auch die privaten Kontrolleure, welche die Schalldämmung im Gebäudeinnern überprüfen, werden kontaktiert. In Zusammenarbeit mit der Energiefachstelle werden periodische Informationsveranstaltungen durchgeführt.

Wünschen Schulen, Verbände und interessierte Gruppen einen generellen Einstieg in die Lärmproblematik oder wollen sie zu einem speziellen Thema mehr wissen, so ist die Fachstelle gerne bereit, ihre Fachkenntnisse weiterzugeben. Dies kann in der Form eines Vortrag oder als Exkursion geschehen.
Für Hochschulen, Fachhochschulen und Berufsschulen ist diese Dienstleistung kostenlos.

Kontakt

Thomas Gastberger

Bereichsleiter
Dipl. Geograph UZH

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