Markierung

Markierungen sind farbliche Kennzeichnungen auf den Strassenverkehrsflächen. Farbe am Boden bedeutet aber nicht immer, dass es sich um eine Markierung handelt. Vielmehr haben sie eine normierte Farbe, Form und Abmessung sowie weitere Eigenschaften. Geregelt werden Markierungen in der Signalisationsverordnung und diversen Normen, von denen nicht abgewichen werden darf.

Markierungen richten sich an alle Verkehrsteilnehmenden – egal ob sie mit dem Auto, dem Motorrad, dem Velo oder zu Fuss unterwegs sind. Richtig eingesetzt kommunizieren sie mit dem Verkehrsteilnehmer und leisten einen wichtigen Beitrag zur Verkehrsführung, wodurch die Verkehrssicherheit und der Verkehrsfluss erhöht werden. Ihre Aufgaben erfüllen sie zusammen mit den anderen Leiteinrichtungen, wie zum Beispiel den Leitplanken.

Zuständigkeit

Im Kanton Zürich legt die Verkehrstechnische Abteilung der Kantonspolizei Zürich fest, welche Strassen in welcher Form zu markieren sind. Die Strassenmarkierungsstelle des Strasseninspektorats ist für die Einhaltung der Vorgaben verantwortlich. Dazu erstellt sie zum Beispiel selbst Markierungspläne, bearbeitet Markierungsanträge, nimmt Markierungen ab und führt Qualitätsprüfungen durch. Die Strassenmarkierungsstelle ist in der Unterhaltsregion IV angesiedelt und für den ganzen Kanton Zürich zuständig.

Die Markierungsaufträge werden durch die Markiergruppe des Unterhaltsbezirks 10 oder durch private, qualifizierte Firmen vorgenommen. Die untenstehenden Unterlagen dienen Unternehmen und Ingenieuren, die an Markierungsarbeiten interessiert sind, als Richtlinien.

Eigenschaften und Typen

Bei Strassenmarkierungen unterscheidet man zwischen lichttechnischen und verkehrstechnischen Eigenschaften. Zu den lichttechnischen Aspekten gehören die Farbbereiche weiss, gelb und orange sowie die Tages- und Nachtsichtbarkeitswerte bei trockener und nasser Fahrbahn. Die verkehrstechnischen Eigenschaften beinhalten die Haftung, die Verschleissfestigkeit und die Griffigkeit einer Markierung.

Damit Markierungen auch in der Nacht sichtbar sind, müssen sie retro-reflektierend sein. Das heisst, die Reflexion erfolgt zum grössten Teil zurück zur Strahlungsquelle (z.B. Auto). Um diesen Effekt zu erreichen, werden Markierungs-Glasperlen eingesetzt.

Bis in die 1980er-Jahre waren Typ-I-Markierungen der Stand der Technik, allerdings wiesen sie ein problematisches Verhalten bei nasser Fahrbahn auf. Inzwischen wurden sie weitgehend von Typ-II-Markierungen, insbesondere Strukturmarkierungen, verdrängt.

Bei Strukturmarkierungen wird mit einer rotierenden Stachelwalze ein 2K-Kaltplastik tropfenförmig auf den Belag geschleudert. Dadurch ragt die Markierung um wenige Millimeter aus dem Wasserfilm auf der Fahrbahn heraus. Ihr Vorteil liegt in der guten Nachtsichtbarkeit (inbesondere bei Nässe), der langen Gebrauchsdauer und Werterhaltung sowie der guten Griffigkeit. Heute werden in der Schweiz ca. 70% der Autobahnen und insgesamt 35% aller Strassenmarkierungen "strukturiert".

Das Formular "Vorausmass für die Markierungsarbeiten" (mit Preisen) kann per Mail (markierung@bd.zh.ch) bestellt werden.