Winterdienst

Besonders im Winter ist eine schnelle und effiziente Reaktion auf die Witterungsverhältnisse notwendig – schliesslich ist das Tiefbauamt für rund 1400 Kilometer Staatsstrassen und 220 Kilometer Nationalstrassen verantwortlich. Der Winterdienst gewährleistet die Verkehrssicherheit und stellt die Leistungsfähigkeit des Strassennetzes sicher, wobei der schonende Umgang mit der Umwelt im Zentrum steht. Zudem beachten wir auch wirtschaftliche Kriterien.

Je nach Witterungsverhältnissen unterscheiden wir zwischen Schneeräumen und Salzstreuen. Beim Schneeräumen wird immer auch gesalzen. Unsere Dokumentation gibt Ihnen eine Übersicht über die Schneeräumungs- und Glatteiseinsätze sowie den Salzverbrauch des Tiefbauamts in den vergangenen Jahren.

Der Winterdienst-Einsatz der Mitarbeitenden des Tiefbauamts war auch Thema in der Sendung «Schweiz aktuell» des Schweizer Fernsehens. Der folgende Beitrag nimmt Sie mit in einen unserer Schneepflüge und lässt Sie die Arbeit mitten im Pendlerverkehr auf der Westumfahrung hautnah miterleben.

Auch beim Winterdienst gilt: Keine Arbeit der öffentlichen Hand ohne einschlägige Normen. In der Öffentlichkeit ist wohl kaum bekannt, dass praktisch jede Massnahme zur Bekämpfung von Glätte auf Strassen und Trottoirs sowie die Schneeräumung strengen Normbestimmungen zu folgen hat.

Verkehrssicherheit im Winter: Leisten auch Sie Ihren Beitrag

Alle Fahrzeuglenkenden tragen mit ihrem Verhalten zur Verkehrssicherheit bei. Beachten Sie im Winter einige Merkpunkte: Das Fahrzeug muss wintertauglich ausgerüstet sein. Winterreifen stellen unserer Ansicht die einzig sinnvolle Bereifung für die kalte Jahreszeit dar (Faustregel: „Von O bis O“, von Oktober bis Ostern).

Passen Sie Ihre Geschwindigkeit immer den Strassen- und Sichtverhältnissen an. Beachten Sie die Signalisationen bei exponierten Stellen, besonders bei Brücken. Ziehen Sie nicht den falschen Schluss, dass schwarzgeräumte Strassen immer eisfrei sind. Vermeiden Sie Überholmanöver und seien Sie auf Überraschungen gefasst.

Exkurs: Unterschiedliche Winterverhältnisse in den Bergen und im Flachland

Immer wieder werden die unterschiedlichen Strategien der Strassenunterhaltsdienste verglichen, ohne die klimatischen Unterschiede zu berücksichtigen. Gerne argumentieren die Gegner der Schwarzräumung mit Beispielen aus klimatisch nicht vergleichbaren Zonen. Etwa mit idyllischen Wintersportorten, deren Klima mit ihren langen Phasen unter dem Gefrierpunkt für Weissräumung viel besser geschaffen ist. Nachfolgend finden Sie ein Papier, das die meteorologischen Unterschiede zwischen den Bergen und dem Flachland erklärt.