Winterdienst

Salzeinsatz

Zur Bekämpfung winterlicher Strassenglätte wird seit Ende der 1950er-Jahre Auftausalz eingesetzt. Beim Salzeinsatz ist es eine ständige Herausforderung, die Balance zwischen dem gesetzlichen Auftrag zur Verkehrssicherheit und der Verpflichtung zum Umweltschutz zu finden. Grundsätzlich lautet das Leitmotto: "So viel wie nötig, so wenig wie möglich".

Im Schnitt werden heute 12 - 15 g/m2 gestreut, was ca. 1,5 Teelöffel Salz/m2 entspricht. Der durchschnittliche Salzverbrauch für einen Volleinsatz, das heisst für einen Durchgang über das gesamte Strassennetz, beträgt auf den Zürcher Staatsstrassen 150 Tonnen und auf den Zürcher Autobahnabschnitten 60 Tonnen.

Das Tiefbauamt bezieht das Salz bei den «Schweizer Rheinsalinen». Seit 1837 sichert diese Unternehmung die unabhängige Versorgung der Schweiz. Wir füllen unsere Salzlager immer im Sommer auf, wenn die Preise am tiefsten sind.

In Fachkreisen tauchen laufend neue Verfahren und Streumittel auf, die den Verbrauch von Auftausalz vermindern oder gar ersetzen sollen. Das Strasseninspektorat verfolgt diese Entwicklungen intensiv. Zudem findet gesamtschweizerisch ein offener und informeller Erfahrungsaustausch rund um Versuche, Neuerungen und Ideen im Winterdienst statt. Derzeit gibt es aber keinen tauglichen Ersatz für Auftausalz, denn dessen Vorteile werden bis anhin durch kein anderes Produkt erreicht.

Feuchtsalztechnik

Die Feuchtsalztechnik ist die bisher letzte Verbesserung im Bereich der Winterdiensttechnik. Feuchtsalz entsteht durch Anfeuchten des trockenen Auftausalzes mit Sole (Natriumchlorid-Lösung) oder anderen Salzlösungen (Kalzium- und Magnesiumchlorid). Es verweht weniger als Trockensalz, ermöglicht grössere Streubreiten und haftet besser auf reif- und eisglatter Fahrbahn. Zudem setzt der Tauprozess schneller ein und die Strassen bleiben länger eisfrei.

Dank der schnelleren Wirkung und der geringeren Wehverluste kann die Salz-Streumenge deutlich gesenkt werden. Durch die konsequente Anwendung der Feuchtsalztechnik erreicht der Kanton Zürich beim jährlichen Salzverbrauch Einsparungen von bis zu 44 Prozent. Damit wird die Umweltbelastung entscheidend verringert.

Die Streugutbehälter der Fahrzeuge werden mit trockenem Auftausalz gefüllt. In separaten Soletanks wird Natriumchlorid-, Kalziumchlorid- und Magnesiumchlorid-Sole mitgeführt. Während des Transports sind Salz und Sole getrennt. Unmittelbar vor der Ausbringung auf dem Streuteller wird das Auftausalz mit der Sole vermischt. Das Mischungsverhältnis beträgt 70 Gewichtsprozent Auftausalz und 30 Gewichtsprozent Sole.

Salz statt Split

Lange galt Splitt als die zweckmässige Alternative zum Auftausalz. Die Fortschritte in der Streutechnologie haben aber dazu geführt, dass der sinnvolle Einsatz von Feuchtsalz ökologischer ist als jener von Streusplitt.

So belegen Unfallanalysen, dass Auftausalz die Verkehrssicherheit um einiges besser gewährleistet als Splitt. Im Gegensatz zum Auftausalz beseitigen abstumpfende Stoffe die Glätte nicht, sondern vermindern sie lediglich vorübergehend. Bei Eis- und Reifglätte ist Splitt wirkungslos.

Im Mengenvergleich schneidet Splitt nochmals schlechter ab, muss doch für die gleiche Wirkung zehn- bis zwanzigmal mehr Splitt als Auftausalz gestreut werden. Hinzu kommen Nachstreuungen, da der Splitt nach 300 bis 500 Fahrzeugüberfahrten aus der Rollspur geschleudert wird. Entsprechend höher sind die Kosten für den Kauf, den Transport, die Lagerung und Streuung.

Zudem muss der ausgestreute Splitt nach der Schneeschmelze wieder von den Strassen und aus den Entwässerungsschächten entfernt werden. Der Altsplitt muss infolge der Verunreinigungen entweder auf einer gesetzeskonformen Deponie (techn. Verordnung über Abfälle) abgelagert oder aufbereitet werden. Das Zusammenwischen, das Absaugen aus den Schächten, das aufwändige Recycling oder die Entsorgung als Sondermüll erzeugen damit zusätzliche Kosten.

Ein weiteres Problem der Splittverwendung ist die Staubbelastung. Das Strassenreinigungspersonal ist aufgrund des Schwermetallgehalts von Splitt einer gesundheitlichen Gefährdung ausgesetzt.

Lagerung des Salzes

Autobahnen  Silo / in tHalle / in t
 Werkhof Winterthur800 
 Werkhof Urdorf650 
 Stützpunkt Neubüel400 
 Stützpunkt Pfäffikon SZ400 
 Stützpunkt Wallisellen600 
StaatsstrassenUnterhaltsbezirk 1 Glattbrugg400 
 Unterhaltsbezirk 2 Bülach 950
 Unterhaltsbezirk 3 Dietikon 750
 Unterhaltsbezirk 3 Regensdorf400 
 Unterhaltsbezirk 4 Affoltern a/A 850
 Unterhaltsbezirk 5 Wädenswil400 
 Unterhaltsbezirk 7 Hettlingen 1100
 Unterhaltsbezirk 7 Andelfingen660 
 Unterhaltsbezirk 9 Wila400 
 Unterhaltsbezirk 9 Lenzen / Steg400 
 Unterhaltsbezirk 9 Elgg270 
 Unterhaltsbezirk 10 Pfäffikon390 
 Unterhaltsbezirk 12 Hinwil8002000
 Unterhaltsbezirk 12 Forch 1000
    
Total 69706650
Total Silo und Hallen  13 620